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Kondesatoren

Das Thema Kondesatoren im Bereich Restauration dreht sich vor allem um den Austausch alter Kondensatoren gegen neue.
Kondesatoren sind nach den Röhren, den Potentiometern und den Gleichrichtern (Gleich-Riecht-Er) die anfälligsten Bauteile.

Wann soll/ muss getauscht werden?
Wenn am Gehäuse Risse sichtbar sind, die Abschlußkappen herausgedrückt sind oder ausgelaufenes Elektrolyt sichtbar ist, muss getauscht werden. In schon verkochten Fällen sind auch schwarze Brandflecken sichtbar die von der Hitzeentwicklung herrühren, die ein Durchschlag (Blitz) zwischen den Kondensator-Folien herrührt.

Papierkondensatoren

Am anfälligsten sind die Papierkondensatoren. Diese haben eine ölgetränkte Papierschicht als Isolationsmaterial die nach 20 bis 30 Jahren austrocknet, da mit Teer oder gar Wachs vergossenen Gehäuse luftdurchlässig werden.

ERO

Typischste Vertreter sind die braunen ERO Dinger. Diese habe ich bisher vor allen in 50er-Jahre Geräten nachgewiesen.
Diese tausche ich generell aus.
Unten auf den WIMA Bild sind zwei zu sehen.

WIMA-Hustenbonbons


Tauschkandidaten!
Das sind auf den Bild die schwarzen unförmigen. Es gibt sie auch in anderen Farben, oft in Rot.

Styroflexkondensatoren

Sind eher unkritisch und auch bei so alten Geräten selten defekt.
Ist mir ebenfalls unklar, was das für welche sind... ???

REGUL


Das sind die hübschen Glasröhrchen die an den Enden mit Teer vergossen sind.
Diese müssen unbedingt getauscht werden.
Meist ist der Teer-Pfropfen schon etwas nach außen gedrückt, manchmal hat das Glas einen Sprung.
Bisher habe ich diese nur in den (französischen) Radio RALSA Strasbourg von ca. 1939 gefunden.

www.saarfranzosen.de

Freundliche Hinweise von Franz-Josef Haffner (http://www.saarfranzosen.de):

Die dunklen Wima:
http://www.spickelmir.de/sammlung/Loewe_Bella_555/loewe_bella_555_(12).jpg
MÜSSEN grundsätzlich alle raus. Die waren schon in den 60ern oder 70ern ein Fall zum ersetzen. Sie können auch mal blau, weis oder rot sein. Und auch wenn das Gehäuse noch nicht rissig ist liegen die Werte jenseits von gut und böse. Sie sitzen meist an Stellen wo es nicht so genau darauf ankommt,
deshalb funktionieren die Radios oft noch.

Hier ist es auch ein ganz klarer Fall. Diese Dinger müssen grundsätzlich erneuert werden:
http://www.spickelmir.de/sammlung/Minerva_506/minerva_506_bild20.jpg

Hier ebenfalls:
http://www.spickelmir.de/sammlung/Loewe_Rheingold_3953W/Loewe_Rheingold_3953w_231.jpg

Die kleinen Elkos überprüfe ich mit einem billigen digitalen Kapazitätsmessgerät. Manchmal sind sie taub, oft aber noch in Ordnung.
Solche 5uF sind z.B. als Ratioelko und als Katodenelko der Endröhre verbaut und wirken sich beide auf den Klang aus.

Für die großen Becherelko gilt:
VOR Inbetriebnahme des Chassis formiere ich diese zuerst. Die Schaltung ist ganz simpel, sie besteht nur aus einer Diode und einem Backofenlämpchen. Die Spannung die sich dann allmählich über dem Elko bildet sagt schon viel über die Kapazität aus. Mit dem kleinen Kapazitätsmessgerät geh ich nicht so gerne ran, es kann durch Restladungen des Elko zerstört werden. Man hört aber auch am Brummen des Radio ob die
Elko noch genug hergeben.

Kürzel

  • mfd: µF
  • V-: Gleichstrom
  • V~: Wechselstrom
  • V (ohne Angabe): - oder ~ ???
  • pF: Piko
  • µF: Mikro
  • nF: Nano

Austausch Typen

Was ist geeignet, besonders das Thema Entstörkondensator: http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=185&thread=2629

Weblinks

Version 17 bearbeitet am {11.09.2008 22:42:00} von smk, Besitzer ist smk und die Berechtigungen sind eingeschränkt auf: Jeden