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SABA-VILLINGEN 310 W

2008-06: Geschenkt bekommen von meinem Onkel Heinz Weber.
Dessen Großvater Paul Hartmann (Wohnort: Reckwitz bei Saalfeld) hat das Gerät ursprünglich gekauft.
Danach hatte es sein Vater (Wohnort: Steinsdorf) auf seinem Hof stehen.

Daten

  • Hersteller: SABA-VILLINGEN
  • Baujahr: 1932 / 1933
  • Art: Tuner (Röhrenradio)
  • Model: 310 W (310W)
  • Abmessungen (B x H x T): 34 x 27 x 20 cm
  • Röhrenbestückung: RENS1264, RENS1204, RES164, RGN1054

Beschreibung

  • Das Gerät hat ein Bakelit-Gehäuse.
  • Es enthält noch die ganz alten birnenförmigen Röhren.
  • Es ist kein Lautsprecher eingebaut.

Zustand bei Erhalt

  • Auf der Vorderseite ist nur ein SABA-Logo. Leider fehlt die Rückwand und sonst steht kein Typ darauf. Ich habe mir dann im http://www.radiomuseum.org alle SABA Modelle durchgeschaut, bis ich es anhand eines Bildes identifizieren konnte.

Weblinks

Restauration

Auf einigen Bildern ist ein Goldrand um das Gehäuse zu sehen, auf anderen nicht...
Meines hat keinen (mehr).

Kabel

Skalenscheibe



Die Befestigung der Skalenscheibe ist völlig verrostet und die Beschrichtung blättert ab.


Nach dem polieren mit der Dremel-Drahtbürste glänzt es wieder und der Rost ist weg, die Beschichtung natürlich weitgehend ebenfalls.
Mal sehen ob ich mit Silber drüber lackiere oder es nur mit einen Klarlack so fixiere.

Chassis


Die Chassis ist ebenfalls verrostet, aber nicht so schlimm, wie die Skalenscheibe.


Ich habe erst einmal die Alu-Becher der Spulen abgebaut und diese mit aufgeschnittenen Klorollen vor weiteren Dreck und Rost geschützt, der zu genüge auf dem Chassis lauert.


Nach entfernen der Röhren ist dann Platz für die erste Reinigung.


Beim reinigen und entrosten des Chassis kam mir einer der Drahtwiderstände/ Spulen entgegen gefallen.
Im folgenden eine kurze Beschreibung meiner Selbstbau-Lösung.


Aus 0,8 mm Kupferblech einen schmalen Streifen von 4 mm Breite absägen/ schneiden.
Die Länge für 2 bis 3 Klemmen großzügig bemessen, bei meinem Durchmesser waren es ca. 10 cm (Ausschuß einplanen).

Erst den Anschluß mit einer Flachzange im fast 90 Grad Winkel abbigen. Den Ring habe ich "freihand" mit einer Rundzange gebogen - nach und nach die Rundung biegen, dann wird sie schön rund, nicht versuchen in einem Zug zu biegen. Evtl. hilft ein rundes Werkstück im richtigen Durchmesser um den dann der Streifen mit der Flachzange in Form gebracht wird. Die Öffnung großzügig bemessen um nachher Spannung erzeugen zu können.

Die Bohrungen für die M2 Messing-Schrauben (10 mm Länge) mit einem 2 mm Bohrer anbringen. Ich empfehle einen Bohrständer und Spannwerkzeug um das Werkstück zu fixieren, sonst verläuft dder Bohrer relativ sicher. Unbedingt vorher genau in der Mitte gut ankörnen.


Das parallele Anbringen der Klemmen ist gelinde gesagt schwierig, geduldig immer wieder aufschrauben, wenn es nicht stimmt, und vorsicht das die Drahtwicklung keinen Schaden nimmt und sich löst. Auf den Bild ist gut zu sehen, dass etwas Platz zwischen den Blechwinkeln breiben sollte, um eine Spannung aufbauen zu können.


Zum Abschluß noch ein Bild des eingebauten Widerstandes, fast so schön wie das Original.

Das Löten des Kupferbleches ging erstaunlich gut. Ich habe die Dicke der Anschlüße noch ein wenig reduziert, dies war aber glaube ich gar nicht nötig, das Zinn floß sehr gut, auch mit einem "normalen" Feinlötkolben.

Offen bleibt die Frage, ob die Kupferbleche den nötigen Kontakt herstellen und ob Messing und Kupfer, über die Zeit die richtigen Materialien sind.

Kondensatoren


Mit "Schrecken" habe ich in meinem SABA 310 W mal wieder einen Kondensator mit drei Anschlüssen endeckt. Den letzten hatte ich in meinem "NORDMENDE Fidelio 56-3D" gefunden.
Bei diesem habe ich den Kondensator zerlegt und den originalen Widerstand mit einem neuen Kondensator verschaltet.
Diesmal scheint der Abgriff "in der Mitte" des Kondensators zu erfolgen und es sind wohl zwei Widerstände eingearbeitet.

Version 59 bearbeitet am {02.10.2008 21:19:47} von smk, Besitzer ist smk und die Berechtigungen sind eingeschränkt auf: Jeden